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Donnerstag, 02.10.2014

Allgemeine Informationen zum Betreuten Wohnen

In der Regel besteht "Betreutes Wohnen" aus folgenden Bestandteilen:
- barrierefreie Miet-Wohnung
- ambulantem Grundversorgungsservice, z.B. Notruf, Hausmeister, Hilfevermittlung und
- ambulantem 24-Stunden-Wahl-Zusatzservice mit bedarfsgerechten Leistungsangeboten nach
Wahl, insbesondere Pflege-, Fahr-, Einkaufsdienste.
Diese werden in der Regel von privaten oder freigemeinnützigen Trägern erbracht und müssen
jederzeit frei wähl- und abwählbar sein.

Die Serviceleistungen werden so gestaltet, daß sich Grundservice und die frei wählbaren Zusatzleistungen entsprechend ergänzen, um eine bedarfsgerechte Tag- und Nachtversorgung (24 Stunden) zu gewährleisten.

Wohnungen in der Seegartenstrasse 11

Die Wohnungen in der Seegartenstrasse 11 wurden nach den Richtlinien für den öffentlich
geförderten Wohnungsbau (1. Förderweg) errichtet. Die Kaltmiete beträgt € 5,06 / qm
(gerundet).
Die Belegung ist daher an eine Einkommensgrenze der Mieter gebunden, d.h. es muß ein
Wohnberechtigungsschein bei der Stadt Viernheim beantragt werden.

Räumlichkeiten:

Das Gebäude in der Seegartenstrasse 11 verfügt über folgende Wohnungen:

6 x 2-Personen-Wohnungen mit ca. 55 qm     »Klicken Sie hier für den Grundriss
18 x 1-Personen-Wohnungen mit ca. 41 qm     »Klicken Sie hier für den Grundriss

Sitzbereiche:

Bereiche in den Obergeschossen

Lagerräume:

24 Bewohnerkeller

Funktionsräume im Kellergeschoss:

- Veranstaltungsraum

Rollstuhlfahrer geeignet

Alle Wohnungen sind so konzipiert, daß sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Der Eingang ist ebenerdig, die Wohnungen in den Obergeschossen sind durch einen rollstuhlgerechten Lift erreichbar.

Das Entgeld für Betreutes Wohnen setzt sich wie folgt zusammen:


1. Betreuungspauschale
2. Betriebskostenvorschuss
3. Kaltmiete

Betreuung:

Das wesentliche beim Betreuten Wohnen, das diese Wohnform von anderen unterscheidet ist die
Betreuung. Sie setzt sich aus Grundversorgung und abrufbarem Zusatzservice zusammen.
Das Betreuungspaket in der Seegartenstrasse 11 umfasst folgende Grundleistungen:

Betreuung Grundleistungen:

Die nachfolgend aufgeführte Grundleistung wird vom Träger der Betreuten Wohnungen erbracht
bzw. von diesem gewährleistet. In der Seegartenstrasse 11 werden diese Grundleistungen in
Kooperation von einer Arbeitsgemeinschaft erbracht, die sich aus dem Forum der Senioren, der
Johanniter Unfall Hilfe und Caritas Sozialstation zusammensetzt.

Sie beinhalten:

- Tag und Nacht besetzte Notrufbereitschaft
- Vermittlung von persönlichen, pflegerischen ärztlichen und sozialen Hilfen oder Dienstleistungen
  außerhalb der Notrufbereitschaft
- Regelmäßige Sprechstunden bei einer im Sozialdienst erfahrenen Kontaktperson
- Angebot einer regelmäßigen Kontaktaufnahme
- Teilnahme an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen im Forum der Senioren
- Teilnahme an den Beschäftigungsangeboten und an Unterstützungsmaßnahmen im FDS
- Nutzung der Gemeinschaftsräume  - Vormerkung für die Aufnahme im Pflegeheim bzw. in der Tagespflege

Die Betreuungspauschale für diese Leistungen beträgt € 76,70 im Monat.
Bei 2-Personen-Haushalten zahlt die 2. Person die Hälfte der Pauschale, € 38,34 im Monat.

Gesamtkosten

Somit entstehen insgesamt folgende Kosten:

Wohnung       Größe in   Kaltmiete    Nebenkosten-    Betreuungs-    Summe
                          qm                                 vorschuss           pauschale

1-Personen     40,35       204,17 €     155,00 €            86,73  €            445,90 €

1-Personen     41,42       209,59 €     155,00 €            86,73 €             451,32 €

2-Personen     55,18       279,21 €     155,00 €            86,73 €             520,94 € *

* Gilt bei Belegung mit 1 Person

Wer kann eine Wohnung anmieten?

Grundsätzlich kann jeder Senior/in ab dem 60. Lebensjahr oder Körperbehinderte (ohne Altersbegrenzung) eine Wohnung anmieten. Voraussetzung ist, wie bereits erwähnt, ein Wohnberechtigungsschein.

Die Vergabe der Wohnungen richtet sich nach den Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen in Hessen.

Abrufbarer Zusatzservice:

Der abrufbare Zusatzservice umfaßt hauswirtschaftliche, pflegerische und persönliche Hilfen.
Soweit solche Hilfen nicht vom Träger geleistet werden, werden sie von anderen Trägern, Diensten
oder Einrichtungen angeboten und sichergestellt. Die Inanspruchnahme des abrufbaren Zusatz-
services ist freiwillig und geschieht außerdem auf eigene Rechnung.

Hauswirtschaftliche Hilfen:

Folgende hauswirtschaftliche Hilfen könnten im Betreuten Wohnen angeboten werden:
- Hilfe bei Wohnungsreinigung (regelmäßige Reinigung, Fensterreinigung, Großputz)
- Hilfe bei Besorgungen, Einkäufen und Beförderungen
- Versorgung mit Mahlzeiten (z.B. Teilnahme am Senioren-Mittagstisch im  FDS, Essen auf Rädern)

Pflegerische Hilfen:

Es wird davon ausgegangen, daß die ärztliche Versorgung durch die niedergelassenen Ärzte und
die Ausführung ärztlicher Anordnungen gewährleistet ist.
Im Betreuten Wohnen können im Prinzip alle pflegerischen Hilfen individuell abgerufen werden,
die ambulant angeboten werden.
- vorübergehende Pflege und hauswirtschaltiche Versorgung bei akuter Erkrankung leichterer Art,
- regelmäßige pflegerische Betreuung auf Dauer (z.B. Spritzen, Verbände, Einreibungen, Pflege-
  bäder, Hilfe beim Waschen und Anziehen usw.)

Persönliche Betreuungsdienste:

Altenwohnungen sollen in das allgemeine, gemeindliche, soziale und kulturelle Umfeld integriert
sein.
Es können folgende persönliche Betreuungsdienste auf Abruf zur Verfügung gestellt werden:
- Besuchs- und Begleitdienste, Hilfe bei Aus-/Spaziergängen usw.
- Fahrdienste

Mietnebenkosten:

Der Betriebskostenvorschuss enthält üblicherweise:
- Grundsteuer
- Gebäudebrand- und Elemtarversicherungsumlage
- Sach- und Haftpflichtversicherungen
- Entwässerungskosten
- Hausreinigungskosten
- Kehr- und Streudienst
- Pflege der Grünanlage
- Wasserversorgungskosten
- Hausbeleuchtungskosten
- Schornsteinfeger
- Fahrstuhlkosten
- Hauswartkosten
- Betriebskosten des Kabelanschlusses
- Kosten der Heizung und Warmwasserversorgung
- Müllgebühren

Die tatsächlich entstandenen Nebenkosten werden am Ende des Jahres genau ermittelt und
entsprechend dem individuellen Verbrauch verrechnet.

Bei Vorliegen einer Behinderung

Bei Vorliegen einer Behinderung wird, sofern der Betroffene häusliche Pflege benötigt, die
jeweilige Einkommensgrenze wie folgt erhöht:

Schwerbehinderten

unter 80%

€ 175,- mtl.

€ 2.100,- jährl.

ab 80%

€ 375,- mtl.

€ 4.500,- jährl.

bei 100%

€ 375,- mtl.

€ 4.500,- jährl.

(hier ohne Nachweis von häuslicher Pflege)

Die Einkommensprüfung und die Vergabe des Wohnberechtigungsscheins wird von der Wohnungsbindungsstelle im Amt für Sozialwesen der Stadtverwaltung Viernheim vorgenommen. Ansprechpartner: Frau Gallion, Tel.: (06204) 988-265