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Samstag, 20.07.2019

Dauerpflege im Wohnbereich

Betreuungskonzept für dementiell erkrankte alte Menschen:

Besonders "verwirrte" Menschen brauchen einen Rahmen, der ihnen Sicherheit und Geborgenheit
vermittelt. In einer überschaubaren Umgebung bieten wir einen strukturierten Tagesablauf,
der Kontinuität bietet und Orientierung ermöglicht. Es soll eine häusliche, anregende und ihren
Gewohnheiten aus dem früheren Alltag entsprechende Umgebung und Angebotsstrukur geboten werden.
Dabei wird durch die Verrichtung einfacher und sinnvoller Aufgaben das Selbstwertgefühl gestärkt
und die Akzeptanz der Persönlichkeit gefördert.

  • Dauerpflege 1

    Bei der inhaltlichen, baulichen und organisatorischen Ausstattung des Wohnpflegebereichs mit 154 Betreuungsplätzen wird der Vorrang des Wohnens besonders berücksichtigt. Das Forum der Senioren versteht sich als Lebensort. Normalität findet ihren äußerlichen Ausdruck vor allem darin, auch in einer Institution über einen privaten Raum verfügen zu können und diesen auf Wunsch nach eigenem Geschmack mit privaten Möbeln ausstatten zu können. Ein Pflegebett wird zur Verfügung gestellt. Die Bauplanung und die Ausstattung der Einrichtung erfolgten nach modernsten Erkenntnissen. Handlungsleitend für die Art der Pflege und Betreuung ist der Grundsatz der Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Bewohner. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden nicht als abhängige Hilfeempfänger, sondern als Kunden betrachtet. Eine bewohnerorientierte Pflege- und Betreuungsplanung bildet in der Praxis die Grundlage für ein individuelles Pflege- und Betreuungskonzept. Handlungsleitend ist auch hier ein ganzheitlicher Ansatz, der die psychosoziale Betreuung gleichrangig neben der pflegerischen Betreuung berücksichtigt.

  • Dauerpflege 2

    Die "Normalität" außerhalb der Einrichtung ist der Maßstab, an dem sich organisatorische Maßnahmen wie Dienstplangestaltung, Personaleinsatz und die Arbeitsabläufe orientieren. Insbesondere Dienstbeginn und Dienstende der MitarbeiterInnen, sowie die Essenszeiten bestimmen die Möglichkeit zur Tagesablaufgestaltung der Bewohner. "Normalität" erfordert die Schaffung institutioneller Rahmenbedingungen, die ermöglichen, unterschiedliche Lebensstile, Gewohnheiten und Wünsche der Bewohner bezüglich Pflege, Versorgung und Betreuung sowie Alltagsgestaltung zu berücksichtigen. Dies bedingt eine "Individualisierung der Dienstleistung" und reale Auswahlmöglichkeiten. Wahlfreiheit ist daher ein weiteres herausragendes Gestaltungsprinzip. Dies bezieht sich z.B. auf die Möglichkeit, bei den Mahlzeiten zwischen unterschiedlichen Gerichten bzw. Komponenten wählen zu können, auf die Vielfalt von Beschäftigungsmöglichkeiten oder sozialen und kulturellen Angeboten. Der Grundsatz "Rehabilitation hat Vorrang vor pflegerischer Versorgung" ist handlungsleitend. Die pflegerische und betreuerischen Maßnahmen haben die Erhaltung und, soweit möglich, die Wiederherstellung der Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner zum Ziel.

  • Merkblatt

    Merkblatt für Heimaufnahme